Paypal – mehr Fluch als Segen

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Ich habe meinen Kunden immer wieder gesagt das Paypal für unsere Firma nicht in Betracht kommt aus verschiedenen Gründen.
Scheinbar ist es aber wohl so das der Käufer von heute nicht mehr ohne Paypal sein kann oder will, was wohl auch mit der einfachen Beizahlart via Smartphone zusammenhängt.
Jetzt habe ich zähneknirschend Paypal ein paar Tage im Shop getestet und es sind tatsächlich vermehrt Artikel mit Paypal gekauft worden.

Was ich bis dato noch nicht getestet hatte ist der Transfer von dem geschäftlichen Paypal-Konto zu dem Geschäftskonto bei der Sparkasse.
Das habe ich heute morgen versucht und wurde gleich mit der kryptischen Aussage konfrontiert das die Überweisung bis zu 72 Stunden (3 Tage) dauern kann. Wie ich von Kollegen weiß kann die Zeit aber auch mal locker um ein vielfaches überschritten werden – selbstverständlich ohne Angabe von Gründen seitens Paypal.

Daher habe ich mich vorläufig entschieden, zum Wohle der Firma und damit wir hier unsere laufenden Rechnungen bezahlen können, Paypal so lange nicht mehr als Bezahlart anzubieten bis ich mein Geld erhalte. Sollte das deutlich länger dauern als von Paypal angekündigt werde ich Paypal wieder komplett aus dem Shopsystem entfernen.

PayPal hat sich gestern gemeldet (3 Tage nach meiner Beauftragung der Überweisung) und mir geschrieben das die Überprüfung abgeschlossen und der Betrag auf mein Geschäftskonto überwiesen wird –  natürlich wieder mit einer Wartezeit – Auszug aus der Benachrichtigungsmail: Je nach Bank kann es nun ein bis zwei Arbeitstage dauern, bis der Betrag Ihrem Bankkonto gutgeschrieben wird. Sollte es länger dauern, wenden Sie sich an Ihre Bank.
Frechheit!

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Falls das immer noch nicht klar ist hier noch mal zur Erinnerung:
Ähnlich wie bei SOFORT-Überweisung kostet UNS jede Bezahlung via PayPal, Gebühren, die aber deutlich höher als z.B. bei SOFORT-Überweisung sind (PayPal = 2,49% vom Warenwert + 0,35€ pauschal)

Es kann nicht angehen das eine Firma die nur sehr geringe Steuer auf ihre horrende Gebühren bezahlt und darüber hinaus bedenkliche und „kryptische“ Geschäftsbedingungen für Händler und Kunden hat – den Händler unbestimmt lange auf sein Geld warten lässt. Das hat dann wirklich mehr mit Wegelagerei zu tun als mit fairem Wirtschaftsgebahren, das erinnert mich auch immer mehr an die Blutegel von der GEZ…..