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Elterninfo!

Metalldetektoren gehören nicht (gedankenlos) in Kinderhände!

Immer wieder erreichen mich Anfragen von Eltern die ihren Kindern einen Metalldetektor schenken wollen, sei es zum Geburtstag, zu Weihnachten oder auch als „eigenen“ Detektor, wenn die Eltern bereits selber Sondengänger sind.

Ich kann dazu nicht kommentarlos raten – denn  Metalldetektoren sind keine Kinderspielzeuge!!

WARUM dieser Rat?

Die allermeisten normalen Hobby-Metallsuchgeräte sind schlicht und ergreifend zu schwer für Kinder. Selbst Kinder die das 12. Lebensjahr erreicht haben, laufen im Durchschnitt nicht länger als 30 Minuten mit dem Gerät, bis erste Anzeichen von Ermüdung des Schwenkarmes auftreten. Der verwendete Detektor sollte daher keinesfalls viel mehr als 1,1 Kg wiegen! Hier zählt jedes Gramm am Arm….

Selbst „sportliche“ Kinder die jünger als 10 Jahre sind, sind mit Geräten die mehr als 900 Gramm wiegen  nach kurzer Zeit körperlich überfordert!

Das Kind sollte generell wenigstens 16 Jahre alt sein und eine gewisse Reife mitbringen. Es ist verantwortungslos und verstößt außerdem gegen die Sorgfaltspflicht der Eltern, wenn man sein Kind mit einem Metallsuchgerät alleine losziehen lässt!
Das Gefahrenpotiential auf Grund von Kriegsaltlasten in unseren Böden ist nicht zu unterschätzen. Selbst erfahrene Sondengänger sind oft nicht in der Lage, scharfe Munition oder Munitionsteile einwandfrei zu identifizieren.
Hinzu kommt das natürliche kindliche Interesse, den gefundenen und möglicherweise unbekannten Gegenstand zu bergen und mitzunehmen, um es in schlimmsten Fall zu Hause auseinander zu nehmen…

Sehr gerne vergessen wird auch – das „Unwissenheit nicht vor Strafe schützt“, dies vor allem dann, wenn sich die kleinen Schatzsucher in Gebieten aufhalten, wo „sondeln“ nicht erlaubt ist. In dem Zusammenhang sei an das altbekannte Schild an Baustellen erinnert „Eltern haften für ihre Kinder“….

Weitere Infos zur Gesetzeslage findet man hier.

Aus diesen Gründen verkaufe ich (wenn ich es vorher in Erfahrung bringen kann) auch keine Metalldetektoren an Minderjährige direkt!! Wenn Sie Ihr Kind an der Schatzsuche dennoch aktiv beteiligen möchten, gibt es ein paar Möglichkeiten die vertretbar sind.
Wenn Sie selber über eine Sonde verfügen und die nötige Erfahrung haben, können Sie Ihrem Kind eine Pinpointersonde zum Lokalisieren des von Ihnen gemachten Fundes geben. Das kann ebensoviel Spaß machen und auch Ihr Kind weiss ja nicht, was da jetzt zum Vorschein kommt…
Suchen Sie mit Ihrem Kind an unbedenklichen Stellen. Hierzu zählen der Kinderspielplatz und öffentliche Strände. Bei der Suche sollte Ihr Sprössling allerdings Handschuhe tragen, da auch im Sand gefährliche Objekte liegen können (Einwegspritzen, Messer, Glasscherben, usw.)

Noch etwas zur Gerätewahl:
Sollte das Gerät für ein 6-10 jähriges Kind sein, so genügt hier ein ganz einfacher und leichter Allmetalldetektor der bei diversen Anbietern für unter 100 Euro angeboten wird. Die Geräte reichen für die Strand- und Spielplatzsuche vollkommen aus und sind vor allem leicht und sehr einfach zu bedienen.
Aber auch hier gilt – selbst mit einem Leitungssuchgerät für 5 Euro lässt sich scharfe Munition finden!!
Erst ab ca. 200,00 Euro fängt es an richtig „Spaß zu machen“, das gilt für Neugeräte. Gebrauchte Metalldetektoren liegen vom Neupreis meist 20-40% darunter.

Vermeiden Sie den Kauf von Metalldetektoren die reißerisch mit grandiosen Tiefenangaben und phänomenaler Ausstattung bei Preisen unter 100 Euro beworben werden. Vermeiden Sie hier Metalldetektoren, die mehr als drei Knöpfe haben und vermeiden Sie vor allem Metalldetektoren die – oft als besondere Ausstattung beworben – über einen manuellen Bodenabgleich verfügen. Hier (und nicht nur hier) ist manchmal weniger – mehr!
Etwa ab dem 11. Lebensjahr kann dann auch ein größeres Gerät in Betracht gezogen werden.
Dieses sollte aber ebenfalls nicht zu schwer (max. 1,1 Kg) und leicht bedienbar sein.

Wir empfehlen als Alternative zur Schatzsuche mit Metalldetektoren – ein Geocaching GPS-Empfänger!
Hiermit können Sie mit ihren Kindern sehr spannende und abwechslungsreiche Aktivitäten in Stadt und Land unternehmen und es ist dazu auf Dauer preiswerter und mit deutlich weniger Gefahren verbunden!

Als empfehlenswerte GPS-Geräte wo bereits gute Grundkarten enthalten sind empfehlen wir Geräte des Herstellers Magellan – hier die Exploristserie, die man auch getrost gebraucht erwerben kann ab dem Modell Explorist 110. Der Hersteller Garmin ist zwar bekannter aber nicht unbedingt besser wenn man ins Detail geht…
Aus der aktuelleren Magellan Serie empfehlen wir das Explorist 610 welches für rund 300,00 Euro zu erwerben ist.

Ganz preiswert geht das natürlich auch mit vielen heutigen Smartphones mit GPS und einem entsprechenden Geocaching-App.

Viele Infos zur Schatzsuche mit Navigationsgeräten finden Sie u.a. auf der Webseite Geocaching.de mit dem Slogan „…die Welt der digitalen Schatzsuche“ – eines der besten Infoportale im Netz zu dieser Thematik.

 

 

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung!

02646-9147030

©Thomas Schwarz – www.eifelsucher.de

In eigener Sache ……..
Ich verdiene meinen Lebensunterhalt in erster Linie mit dem Verkauf von Metalldetektoren und Zubehör. Mein Ziel ist es jedoch auch, möglichst umfassende Informationen für Sondengänger und Sondengänger-Anfänger zu geben und auch die angebotenen Produkte so transparent wie möglich darzustellen und damit fundierte Informationen jenseits von Werbeversprechen und rein technischen Informationen zu bieten. Wenn Ihr meine Arbeit auch für zukünftige Projekte unterstützen möchtet, freue ich mich über Euren Einkauf im Shop.