Was ist ein Pinpointer und was für einen brauche ich?

[Update 7/2017]
Bei der Suche und vor allem bei der Lokalisierung und nachfolgenden Bergung von Fundobjekten im Boden stellt sich häufig das Problem das die im Gerät eingebaute Pinponterfunktion nur unzureichend funktioniert. Selbst Geräte mit spezieller Pinpointingfunktion in Form einer Pinpoint-Taste helfen nur zur groben Lagebestimmung. (mehr dazu HIER) Sobald es darum geht das Objekt im Boden oder noch schwieriger zwischen Steinen und Wurzeln zu lokalisieren, gerät man an die Grenzen der eingebauten Pinpointingfunktion. Aber auch das schnelle und exakte Lokalisieren im Aushub kann nervenaufreibend werden und kostet vor allen Dingen Zeit. Daher ist  der „externe“ Pinpointer neben dem Grabungswerkzeug das interessanteste Hilfsmittel für den Sondengänger.

Wenn das Fundobjekt tiefer liegt oder Wurzeln, Steine oder einfach nur harter Boden das Bergen des Fundes beeinträchtigt, oder die Gefahr besteht das Fundobjekt zu beschädigen, kommen externe Pinpointersonden zum Einsatz.

Solch ein Punktortungsdetektor ist ein autarker, eigenständiger Detektor, quasi ein zweiter Detektor!
Im allgemeinen sind diese Geräte nicht mit einem Diskriminator ausgerüstet. Diese Funktion wird ja nur zur generellen Fundlokalisation beim eigentlichen Detektor benötigt.
Eine externe Pinpointersonde dient in erster Linie dazu, das Objekt im Boden schneller und auf-den-Punkt im Grabungsloch oder im Aushub zu finden!

Eine weit verbreitete Meinung sagt aus das Pinpointersonden nicht leistungsstark sein müssen. Dazu darf ich etwas zu Bedenken geben: Wer nicht gerade einen sehr leistungsschwachen Metalldetektor besitzt wo die Funde nicht tiefer als 10 cm im Boden geortet werden können, sollte über einen stärkeren Pinpointer nachdenken. Warum?

Mit einem leistungschwächeren Pinpointer kann im besten Fall das Objekt (Beispiel Münze) nur im unmittelbaren Bereich der Pointerspitze geortet werden. Für die Durchsuchung des Erdaushubs mag das noch funktionieren, aber wenn die Münze z.B. noch tiefer im harten oder durchwurzelten Boden steckt oder in der Seite des Grabungslochs, so ist es hierbei zwingend nötig das Loch in unbestimmte Richtung, weiter zu vergrößern. Mit einer leistungsstärkeren Punktortungssonde die zusätzlich über eine Annäherungsmodulation des Tons verfügt (weiter weg = einzelne Töne, dicht dran = Dauerton) wird das Nach-Graben vereinfacht und die Wahrscheinlichkeit den Fund zu beschädigen deutlich verringert! Hierbei ist die Zeitersparnis bis zur Bergung des Fundobjektes ein zusätzlicher Vorteil!

Die meisten internen und externen Pinpointer arbeiten nach dem No-Motion Prinzip – was nichts anderes bedeutet als das die Sonde beim Lokalisieren nicht permanent bewegt werden muss. Dies hat Vorteile wenn wenig Platz zum Hin- und Herschwenken (Motion-Prinzip) vorhanden ist. Ein Nachteil ist das es (ohne Bodenkompensation) bei stärker mineralisierten Böden zu Störungen kommen kann – resp. wird dabei auch der Boden oder einzelne „Hotrocks“ angezeigt. Motion-Pinpointer hingegen können schon mal kleiner Fundobjekte „verschlucken“. In der Tabelle wird auf diese Unterschiede hingewiesen.

Pinpointer gibt es in sehr unterschiedlichen Ausführungen.
Preislich liegen sie zwischen 5 und rund 300 Euro. Geräte für 5 Euro sind in der Regel einfache Leitungssuchgeräte, wie man sie im Baumarkt ab und an erhält. In dieser „Leistungsklasse“ liegen im Preisgefüge zwischen 50-80 Euro auch eine Vielzahl von Fernost-Pinpointern für den Sondengänger.

Für die gelegentliche Suche reichen diese Geräte aus, jedoch müssen hier deutliche Abstriche beim Dauereinsatz und in der Ortungstiefe gemacht werden. Eine einzelne Münze wird mit diesen Geräten im Bereich von max. 3 cm (im Boden) geortet. Für die Suche im Aushub oder für die Leitungssuche reichen diese Werte meistens aus.

Teurere und leistungsstarke Pinpointer sind im Regelfall eine einmalige Investition, wenn das Gerät nicht defekt, oder verloren geht!

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Im Bild von links n. rechts: Whites Bullseye II, Garrett ProPointer, Secon GPP, Pocket-Uniprobe

Ebenso wie gutes  Grabungswerkzeug wechselt man einen vernünftigen Pinpointer im Vergleich zu einem neuen Metalldetektor nur selten. Im Schnitt kosten diese Pinpointer dann zwischen 140 und 200 Euro.

Viel mehr Geld sollte man nicht in die Hand nehmen da man dafür zwar vielleicht noch etwas mehr Leistung erhält aber das Gerät in seiner Anwendung schon recht speziell ausfällt und im Regelfall nicht für einen Allroundeinsatz geeignet ist. Dazu zählt unter anderem der Pocket-Uniprobe, Pistol-Probe und der Secon-GPP (German-Professionell-Pinpointer).

 

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Pinpointer im Größenvergleich. v.l.n.r. – Minelab Pro-Find 25, Garrett Pro Pointer (1), Garrett Pro Pointer AT, Whites Bullseye TRX

 

 

Im folgenden habe ich eine Zusammenstellung der lieferbaren, aber auch einiger nicht (durch uns) lieferbaren Pinpointersonden, erstellt (Vergleichstabelle)
Eine „echte“ Kaufberatung ersetzt die Tabelle nicht; sie zeigt aber übersichtlich, welche die wesentlichen Unterschiede der einzelnen Modelle sind.

Verglichen wurden folgende Modelle:

Der neue XP MI6 Pinpointer folgt!

Bei Fragen dazu – wie immer… – bitte anrufen!! Tel: 02646-9147030  oder 0179-6952649

Wegen der Komplexität wurde die Tabelle als PDF-Dokument erstellt.
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Ich verdiene meinen Lebensunterhalt in erster Linie mit dem Verkauf von Metalldetektoren und Zubehör. Mein Ziel ist es jedoch auch, möglichst umfassende Informationen für Sondengänger und Sondengänger-Anfänger zu geben und auch die angebotenen Produkte so transparent wie möglich darzustellen und damit fundierte Informationen jenseits von Werbeversprechen und rein technischen Informationen zu bieten. Wenn Ihr meine Arbeit auch für zukünftige Projekte unterstützen möchtet, freue ich mich über Euren Einkauf im Shop.

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